Archiv der Kategorie 'Pressack rot im Darm (hausgemacht)'

Freiburg 3.0

Kürzlich flanierten Rottweiler und ich durch Freiburgs Straßen und Gassen, auf der Suche nach einem Geschäft, das Lady Gagas Pokerface als Schallplatte vorrätig haben würde, als wir in einem baulich bedingten Engpaß unsere Schritte verlangsamen mußten, da ein schlurfendes Studentenpärchen, ausreichend beschrieben mit klein, aber breit, meinte, sich als kaum bewegtes Hindernis verhalten zu müssen. So wurden wir ungewollt Zeugen ihres Gespräches, Inhalt Abendplanung. Er sagte also, zeitlupenartig sich dahinschleppend: „Laß uns Wodka trinken!“ Darauf entgegnete sie übergeschnappt glucksend, als habe er etwas vorgeschlagen, das wirklich richtig krass sei: „Nee, ich muß morgen früh raus, da kann ich’s mir nicht so geben!“ Ein Blick in Rottweilers Gesicht reichte, um anhand seines dreckigen Grinsens wortgenau seine Gedanken bestimmen zu können. Er ist einfach eine Sau.

Noch‘n Gedicht

Unfalltot ist Jürgen Haider / Allerorts heißt’s leider: Leider

Beim Kommunisten brennt noch Licht. Nachtgedanken 1.

Lenins Frage

Was tun? Die Frage ist alt, alle praktischen Antworten führten nicht zum gewünschten Ergebnis, wie die „Geschichte“ zeigt. „Geschichte“, das ist nichts als die mal mehr, mal noch mehr brutale Niederschlagung der Bemühungen, die Möglichkeiten des guten Lebens zu Realität zu machen. Anders: „Geschichte“ ist der Sieg jener Klassenkämpfer über diese Klassenkämpfer, die keinen Klassenkampf mehr zu ertragen bereit waren. Wieder anders: „Geschichte“ ist Antikommunismus in schlechter Theorie und noch schlechterer Praxis. Zurück zur Frage, was zu tun ist. Die Antwort ist einfach. „Geschichte“ ist zu beenden, damit die Geschichte der freien Menschen, was übrigens nichts anderes bedeutet als vernünftig geplantes Leben vernünftiger Menschen, endlich beginnen kann. Das ginge wie folgt. Die Produktionsmittel, welche nutzbar sein könnten, um jeden Mangel zu beseitigen, müssten der ausschließenden Verfügungsgewalt der Kapitalisten entrissen werden, so daß produziert werden könnte, was man (also jeder) eben so braucht oder einfach nur gerne hätte. Damit das nicht geschieht, gibt es Staaten mit Gewehren, Giftgas, Atombomben und vielem mehr, das nicht anders als schlecht destruktiv verwendbar ist, soll heißen schädlich für die, die eh schon beschissen leben. Daß nun gerade die diese Gewaltmittel im Staatsauftrag benutzen, um ihresgleichen zu drangsalieren, regulieren, liquidieren, darf man gerne Ironie der „Geschichte“ nennen. Also müssen die Staaten weg – alle, auch Israel; wer das Gegenteil behauptet, ist Antisemit. Wie sollte man jemanden sonst schelten, der Juden ewiger Ausbeutung für und durch Staat und Kapital ausgesetzt sehen will, um seinen „Judenknacks“ zu befriedigen? Noch einmal, was tun? Staat und Kapital aus der Welt fegen.

Was jetzt tun?

Da entsteht das nächste Problem. Wenn man weiß, was getan werden müsste, passiert es dadurch noch lange nicht. Die Arbeiter, Soldaten, Bauern, Obdachlosen, Geisteskranken, Perversen, die die Macht hätten, das Bestehende zu Vergangenem zu machen, haben dazu leider keine Lust und müssen erst agitiert werden. Die notwendige Überzeugungsarbeit führt in aller Regel zu Ablehnung, Aggression, blankem Hass und Gewalt. Kein Wunder, wenn diejenigen, die es ernst meinen mit dem Sozialismus, zwar keine Salon-, dafür Bruchbudenkommunisten werden, um zu allen Übeln nicht auch noch von ihren Klassenschwestern die Fresse poliert zu kriegen. Insofern ist die lästige Herumpsychologisiererei beinahe verständlich: Irgendwie versucht der gescheiterte Revolutionär sich sein Scheitern zu erklären, da er von seinen Argumenten ganz zu recht nicht lassen will. Komischerweise tut er das dann mittelfristig doch und widmet sich neben der Psychologie noch anderen bürgerlichen, affirmativen Scheißgedanken. Es gibt einfach keine befriedigende Antwort darauf, wie die Zeit bis zur Diktatur des Proletariats zu verbringen wäre, denn „es gibt kein richtiges Leben im Falschen“. Könnte man dem ganzen Leid ausweichen, wäre die Revolution verzichtbar. Da dem nicht so ist, bleibt sie notwendig.

Nebenwidersprüche

Es gibt keine Nebenwidersprüche, keine Fußnoten. Rassismus, Sexismus, Homophobie, … sind weder vermeidbar noch eigentlich bloß ärgerliche Folgen, unwichtig, ablenkend. Es handelt sich um notwendige Bestandteile der kapitalistischen Gesellschafts“ordnung“. Totalitär waren weder die nationalsozialistische Barbarei=Zivilisation noch der sovyetische Realsoz. Totalitär ist der Kapitalismus in all seinen Erscheinungsformen, da er mittlerweile und erfolgreich alle Notausgänge verschlossen hat. Das Ganze ist unwahr, da es der Vernunft widerspricht, die die mögliche Wirklichkeit erkannt hat, welche sich von der realen Wirklichkeit ums ganze unterscheidet.

Volk

Volk bedeutet allgemein gesprochen jeweils alle einem Staat Zugehörigen, ergo die Unterworfenen und die Unterwerfenden. Kennzeichen des Dazugehörens ist der Ausweis. Diverse Rassisten sehen das gerne mal anders, was allerdings keine Abweichung darstellt, sondern zur Staatsvolkkrux gehört wie zu Essen von der Kaufhalle der regelmäßige Dünnschiss. Herrschaft des Volkes bedeutet hierzulande repräsentativer Parlamentarismus ist gleich vermittelte Herrschaft des Kapitals durch den ideellen Gesamtkapitalisten mitsamt seinen Eigeninteressen. Demokratie könnte jedoch auch bedeuten: Planmäßige Organisation der Produktion derer, die die Produkte benötigen und heute von jedem Reichtum abgeschnitten sind. Auf dem Weg zu solch einer Gesellschaft stürbe der Staat ab, da niemand ihn benötigte – abgesehen von all den Kapitalisten und Staatsverkörperungen, die eine Heimat in nordpolianischen Gulags oder vor Mauern der Liebe gefunden hätten, wenn die Vernunft ein Ziel für sie sein sollte, zu dem sie partout nicht kommen wollten. Volk hieße dann Gemeinschaft all derer, die von Nation, Grenzen, Rassen, Geschlechtern, usw. Nichts wissen wollen, eben weil sie es besser wissen. Die Neudefinition von Demokratie und Volk kann man sich aber getrost schenken und stattdessen all das negieren, was das Leben aller Überflüssigen (also genaugenommen wirklich aller) beschädigt. Ultima ratio negatio est.

Südossetien

Sollte es entgegen jeder Religionskritik doch ein Jenseits geben, seien Gorbatschow 1400 und mehr Nasenbrüche gegönnt.

Vernunft und Emotion

„Sei nicht so emotional“, „rational wie eine Maschine“, „werd‘ doch endlich vernünftig“, „eiskalter Verstand“. Die reakionäre Trennung ist aufzuheben. Wer nicht richtig denkt, wird auch nicht richtig hassen. Wer nicht das Falsche hasst, wird niemals klar denken. Die erzeugte Differenz zwischen fühlen und denken bleibt dennoch erfahrbar bis zu ihrer revolutionären Aufhebung.

Natur

Adorno und andere Kritische Theoretiker träumten von einer Aussöhnung der Menschen mit der Natur. Dieser Wunsch ist zutiefst verdächtig. Natur ist, das steht fest, die absolute Grenze alles Menschenmöglichen. Wo genau diese Grenze verläuft, hängt ab vom Stand der Produktionsmittel, dem angehäuften Wissen. Mit einer Natur, die verantwortlich ist für den unausweichlichen Tod eines Jeden, wann immer dieser auch eintreten mag, sich versöhnen zu wollen, ist nichts anderes als seinem Henker das Einverständnis zur Hinrichtung auszudrücken. Allein, die Natur wird nicht einmal hinhören.

Time, you bloody bastard

Über die Zeit besteht ein furchtbares Mißverständnis. Die Maßeinheiten, in denen der Zeitverlauf gemessen wird, gelten als die Zeit selbst, wo sie doch nichts anderes sind als ein konstruiertes Instrument, das die moderne Ausbeutung menschlicher Arbeitskraft erst ermöglicht hat. In früheren Zeiten wurde Zeit nicht ganz abstrakt in z.B. Immergleichen Stunden gemessen, sondern beschrieben mit Vorgängen, die stets verschieden lang dauerten. „How long will it take?“ „Just a piss.“ Zeit muß den individuellen Bedürfnissen gemäß eingeteilt werden, Menschen dürfen nicht dem abstrakten Rhythmus der kapitalistischen Wirtschaft, dem Ticken der Uhr, dem Stampfen der Maschinen, den Ladenöffnungszeiten unterworfen werden. Solange dies jedoch geschieht, arbeitet die Zeit gegen uns. Mit Benjamin im Kopf gesagt: Die Katastrophe droht uns nicht, sie vollzieht sich permanent.

Ars

Meistens handelt es sich bei Kunst um Unterhaltung für situierte Bessergebildete (also mittelständische Deppen) oder Investitionsmöglickeit für Reiche, denen 12 Nullen nach einer beliebigen Zahl auf ihrem Kontoauszug als zu banal erscheinen. Kunst kann jedoch für ihre Konsumenten als über die Realität hinausgehend wirken, Potentiale erkennbar machen und als realisierbar zeigen. Das Kunstwerk alleine wird das natürlich nicht vollbringen, ein individueller Reflexionsprozeß ist unverzichtbar. Vernünftige Kunst ist so tröstend wie aufwiegelnd.

Das Gespräch Teil 2

Hektor und ich sitzen wie gehabt in einem anheimelnden Ausflugscafé in der unmittelbaren Umgebung des wunderschönen Memmingen und sprechen das Band eines geliehenen Diktiergerätes mit Belanglosigkeiten voll, wie sie einem durch den Kopf gehen, wenn man in einem anheimelnden Ausflugscafé in der unmittelbaren Umgebung des wunderschönen Memmingen sitzt und das Band eines geliehenen Diktiergerätes undsoweiterundsofort. Mögen die Leser, gleich welcher X- und Y-Chromosomenzusammenstellung, sich beim Lesen erfreuen.

Crull: Ok, also Waffen statt KP?

Rottweiler: Schreib das nicht, am Ende hält man mich für einen Terroristen und filmt mich heimlich beim Nacktputzen.

Crull: Du putzt nackt?

Rottweiler: Nein.

Crull: Sondern?

Rottweiler: Gar nicht.

Crull: Hätte ich mir denken können. Themenwechsel: Homosexualität?

Rottweiler: Was?

Crull: Das ist doch auch so ein Thema, auch in der Linken, darüber sollten wir mal geredet haben.

Rottweiler: Wenn du meinst… Ist mir egal, was die Leute so machen, der Begriff ist ja auch eigentlich blöd. Aus Leuten, die gerne mit Pferde verkehren, sexuell jetzt, macht man ja auch keine Hipposexuellen. Womit ich jetzt nicht sagen will, daß Homosexualität dasselbe wäre. Also… Ach, vergiß es. Mir fällt grad auf, in meinem Umfeld gibt es niemanden, der homosexuell wäre. Zumindest hat mir das niemand erzählt. Ich lasse mir aber sonst ebenso keine Bettgeschichten erzählen. Könnte also sein, ich kenne nur Homosexuelle.

Crull: Und was ist mit dir?

Rottweiler: Ich bin ein romantischer Wichser.

[Gelächter. Crull nimmt durch einen milchigweißen Strohhalm einen kleinen Schluck Orangensaftschorle zu sich und denkt an Pulp Fiction. Rottweiler trinkt an seinem Bier, das danach übrigens so halbvoll wie halbleer zu sein scheint und verschluckt sich. Crulls ungeschickter Versuch, Rottweilers Hustenanfall durch beherztes Klopfen auf den Rücken zu beenden, führt beinahe zum Umkippen des Bierglases, was Rottweiler gerade noch so zu verhindern weiß. Ergänzungshalber sei angemerkt: Ein Bierglas ist dann, wenn man überlegt, ob es nun halbvoll oder -leer sei, weder das eine noch das andere, sondern deutlich leerer. Denn Zapfer füllen ein Glas nie ganz, also nie randvoll. Die Sache sieht finster aus.]

Rottweiler: Was geht dich das eigentlich an? Du willst dein popeliges Weblog doch bloß mit den abgründigen Geheimnissen des Rottweiler füllen, aufwerten, veredeln. Das könnte dir so passen. Das nächste Thema bestimme jetzt ich.

Crull: Ist mir recht. Worüber willst du reden?

Rottweiler: Weiß nicht.

Crull: Auch gut. Mir fiel grad wieder diese Szene aus Pulp Fiction ein, in der Uma Thurman so ein Viereck mit ihren Fingern zeichnet. Hast du verstanden, was das bedeuten soll?

Rottweiler: Nein.

Crull: Warum denn so wortkarg auf einmal?

Rottweiler: Du stellst einfach dämliche Fragen. Ich bin kein Lexikon, das zu jedem Stichwort einen Eintrag hat.

Crull: Entschuldige. Dann erzähle ich einfach mal was. Bei meinem täglichen Studium des Videotextes bin ich auf die Bezeichnung „Tiefkühl-Babys“ gestoßen. Das ist doch unglaublich. Da sitzt also, muß man sich vorstellen, einer, dem zu dieser Geschichte von der Frau, die drei ihrer Babys getötet und in einer Tiefkühltruhe versteckt hat, nur etwas ein, das wie ein Fertiggericht klingt.

Rottweiler: Das ist doch recht witzig. Der hat sicher gelacht, als er das in diesen Videotext geschrieben hat. Wieso liest du sowas überhaupt? Da kann man doch auch die Bild klauen, da sind immerhin Bilder drin.

Crull: Naja, so gesehen hast du recht.

Rottweiler: Ja. Der Videotext ist nichts anderes als ein bourgeoises Mittel, das Proletariat von der Revolution abzuhalten, indem man es sich ständig wundern läßt über Tiefkühlbabys und dergleichen. Stalins Killeraffen, Hitlers Mondarmee und der ganze Scheiß, alles das gleiche.

Crull: Du meinst ernsthaft, der Videotext hält dich vom revolutionieren ab? Mach dich nicht lächerlich…

Rottweiler: Seit wann bin ich bitte das Proletariat? Ich bin seine Avantgarde und daher naturgemäß immun gegenüber Videotexten aller Sorten.

Crull: Also gehört der Videotext abgeschafft?

Rottweiler: Ach, solange wenigstens du dich darüber aufregen kannst, lassen wir den doch einfach so, wie er ist.

Crull: Lieb von dir, danke. Mit dem Videotext kann man sich außerdem über die aktuellen Ergebnisse der Bundesligapartien informieren, wenn man weder Radio noch Internet daheim hat. Das kommt dir doch entgegen. Wenn ich jetzt noch öfter Videotext sage, bricht meine Zunge mitten durch.

Rottweiler: Sag mal Kaffee, ganz schnell hintereinander.

[Crull macht das. Nach kurzer Zeit stoppt er und schaut Rottweiler ein wenig ärgerlich an.]

Crull: Kindskopf.

Rottweiler: Jetzt hätte ich mich fast wieder verschluckt. Du kennst ja selbst die ältesten Scherze nicht. Brems mich, sonst fange ich an, Häschenwitze zu erzählen.

Crull: Allah bewahre!

Rottweiler: Bist du jetzt Moslem?

Crull: Nein, ich reflektiere nur sozusagen meine Sprache und hoffe darauf, mal wieder als Islamversteher beschimpft zu werden.

Rottweiler: Dann wirst du auch bald beim Nacktputzen gefilmt!

Crull: Mache ich ja auch nicht. Aber vielleicht sollte man damit anfangen. Nacktputzer erscheinen mir jedenfalls als höchst unverdächtig, was Attentate angeht.

Rottweiler: Wer weiß. Wenn du im Videotext dann liest, ein Nacktputzer hat sich mit seinem Flugzeug auf einen Castortransporter gestürzt, dann hast du dich geirrt.

Crull: Die sind doch verboten jetzt, oder?

Rottweiler: Nacktputzer?

Crull: Nein, Castortransporte.

Rottweiler: Achso. Das fände ich jetzt ganz lustig. Die Grünen führen Krieg, die SPD ruiniert das Proletariat noch ein gutes Stück mehr und Merkel schützt uns vor Atomzügen. Toll. Es wird sowieso Zeit für eine bundesdeutsche Einheitspartei, dann muß ich mir beim Tramfahren nicht mehr anhören, was die Trottel wählen wollen und warum das total richtig ist oder wenigstens das kleinere Übel. Ist doch ekelhaft. Als wäre dieses Wählen auch nur im Ansatz was Richtiges. Solchen Leuten traue ich zu, die sitzen im Folterkeller und überlegen sich selbst noch die schönste Art, brutal und blutig zu Tode zu kommen.

Crull: Tun sie ja auch, im übertragenen Sinn meist und manchmal wirklich genau so. So Deppen, die sagen, ja, ich geh jetzt am besten zur Bundeswehr, dann knallen die Musels mich wenigstens nicht auf dem Weg zur Arbeit ab, sondern in Afghanistan, oder so ähnlich.

Rottweiler: Tja, so verhetzt sind die Menschen mitunter. Mich bedrückt da am allermeisten, daß auch wir beide da so hineingezogen werden, in diese ganzen Konflikte der Nationen dieser Welt. Ich für meinen Teil möchte weder von Islamisten in die Luft gejagt werden, weil man mich für ein Stück Deutschland, westliche Welt oder so hält, noch verspüre ich die geringste Lust, vom deutschen Staat in ein Kriegsgebiet verschleppt zu werden, damit ich dort dann für seine Interessen sterben oder töten darf.

Crull: Werden wir ja bereits jetzt. Man läßt uns arbeiten für fremdes Eigentum und der Staat nimmt sich Steuern, die dann in Munition umgewandelt werden, die dann Körper irgendwelcher Leute durchschlägt. Mal kurz gesagt. Unsere Machtlosigkeit ist total, kann man sagen.

Rottweiler: Noch‘n Pils, bitte.

Crull: Ich nehme zur Abwechslung eine Traubensaftschorle.

Rottweiler: Du wilder Hund! Du fährst bestimmt ein Moped.

Crull: Ich fahre Auto, allerdings nur bei, ich habe ja keinen Führerschein.

Rottweiler: Also ein wilder Antifaschist, um mal diesen alten Witz zu bemühen. Den kennst du sicher auch nicht.

Crull: Doch, doch.

Rottweiler: Wenn das Wasser der Saale Sambuca wär, Streichholz rein, Kaffeebohne rein, und ich trinke die Saale leer.

Crull: Hä?

Rottweiler: Fiel mir nur so ein, habe ich bei Rainald Grebe aufgeschnappt. Solltest du dir mal anhören, das Lied, sehr lustig und sogar schön. Auch klug. Der Rest ja auch.

Crull: Nimm mir das doch auf Kassette auf, bei Gelegenheit.

Rottweiler: Gerne. Was hörst du eigentlich derzeit?

Crull: Hmm. Mission Of Burma, das ist ja auch tageskatastrophisch gesehen aktuell. Auch Superpunk immer wieder gerne. Da singe ich sogar mit. Dann oft noch The Cure, da weine ich dann eher mit. Deine Jazzcoretapes rühre ich allerdings eher selten an, muß ich zugeben.

Rottweiler: Dachte ich mir schon.

Crull: Bestellen wir uns ein Stück Streuselkuchen?

Fortsetzung folgt.

Stern des Südens

Die Rote Armee FC Bayern gratuliert dem Stern des Südens zum Double!

RAFCB