Archiv der Kategorie 'Fußball'

Vermischtes 10.02.2010

~ Die rassistischen Beobachter von der SZ werfen hungerstreikenden Flüchtlingen vor, nicht elend genug auszusehen. Bikepunk 089 korrigiert.

~ In der juWe schreibt André Dahlmeyer über ein Massaker in Argentinien, dessen Ursachen im Fußball liegen. Die argentinische Hooliganszene ist bekannt für ihre besondere Gewalttätigkeit und ihre mafiösen Strukturen. Empfohlen sei an dieser Stelle die Folge von „The Real Football Factories International“ mit Danny Dyer, in der er hauptsächlich in Buenos Aires unterwegs ist.

~ „Rohe Schweineleber und Alkohol bis zum Erbrechen“ – was nach einer gewöhnlichen Feier gemäß deutscher Folklore klingt, ist mal wieder eine der Quälereien, die sich ältere Soldaten für ihre jüngeren Kameraden gerne mal ausdenken. Während die Staatsanwaltschaft die Sachlage prüft, fordert zu Guttenberg „Konsequenzen“. Derweil läßt der Experte für die Bombardierung von Zivilisten Oberst Georg Klein über seinen Anwalt vermelden, daß am 4. September 2009 rechtlich alles einwandfrei seinen Weg ging. Na dann!

~ Im Hotel Lux vertreibt sich Jost Eisenstein die Zeit mit Joy Division und Georg Lukács.

~ Thekenatze zerstäubt alle Hoffnung auf die Möglichkeit eines Hartz IV-Luxuslebens und erklärt, daß auch von Linken verwaltete Armut nichts als Armut bleiben würde. Peter Weiß (CDU!) ist hingegen für mehr Armut: „Das Bundesverfassungsgericht hat nicht gesagt, dass die Hartz IV-Sätze zu niedrig sind. Eine Reform sollte aus meiner Sicht zu niedrigeren Regelsätzen führen“

~ Afghanistan zum Zweiten, Bundeswehr zum Dritten: Bei dem Einsatz deutscher Truppen handelt es sich nun um einen „bewaffneten Konflikt“. Die neue Sprachordnung steht für „Konsequenzen für die Handlungsbefugnisse der Soldaten, der Befehlsgebung und für die Beurteilung des Verhaltens von Soldaten in strafrechtlicher Hinsicht“ (Westerwelle). Verständlich: Die Bundeswehrler sind nun rechtlich besser abgesichert, wenn’s ans Kämpfen und Töten geht. Die SPD nimmt das zum Anlaß, ihre Verpflichtung als Opposition wahrzunehmen und ein wenig zu schimpfen, natürlich ohne das anstehende neue Afghanistan-Mandat behindern zu wollen.

Vermischtes 11.01.2010

~ Der rote Planet wurde neu besiedelt und ich gehöre nun zur Bevölkerung. Danke dafür.

~ Die Deutschen (in diesem Fall mal wieder der Spiegel) können nicht von ihrem Führer lassen:

Hitlers Adjutant und sein Kammerdiener fanden nach die Leiche des Diktators nach dessen Selbstmord im Führerbunker. Über 50 Jahre blieb unbekannt, dass nach dem Krieg Tonbandaufnahmen von den detaillierten Aussagen der beiden Zeugen gemacht wurden – jetzt hat SPIEGEL TV die Bänder wiederentdeckt.

~ Nicht nur der FAZ liegt der Sozialismus sehr am Herzen, auch der Spiegel findet mal wieder glasklar Sozialistisches, diesmal in der CDU. We proudly present the Rote Ursula! In diesem Falle mal wieder lieber keine Rotfront…

~ Der Basisplanet Blogsport hat ein schickes neues Layout verpaßt gekriegt. Mir gefällt’s. Wenn sich jetzt noch die blogs inhaltlich verbessern, wird gefeiert.

~ Bei der FAZ wird eine Menge Stoff angeboten, der illustriert, warum der Superdrogerist Schlecker ein ganz besonders böser Geschäftemacher ist. Umgekehrt soll dabei wie gewöhnlich herauskommen, was man von denjenigen Konzernen und Firmen zu halten hat, die anständige, gerechte Löhne zahlen: sehr viel! Ausbeutungsverhältnisse brauchen eben nur das richtige Maß, dann sind sie ganz doll dufte und gar keine Ausbeutung mehr.

~ Gestern liefen auf Comedy Central die ersten beiden Folgen der Serie „Hotel Babylon“. Wer mit dem schönen Episodenfilm „Four Rooms“ sowie der Serie „Las Vegas“ was anfangen konnte, sollte mal reinschauen.

~ Falls jemand eine Ahnung hat, wieso die letzten hier verlinkten Bilder nach und nach nicht mehr angezeigt werden, und wie ich das ändern kann, der möge mir bitte helfen. THXALT!!!1einself

~ Das Beste zum Schluß: Am Wochenende fängt die Rückrunde der Bundesliga an! Und dann gleich ein Heimspiel gegen Hoffenheim, besser geht’s kaum.

Rassisten gegen Balotelli

Heute Abend wird der FC Bayern auf Juventus Turin treffen. Nur ein Sieg wird die Roten im Wettbewerb halten, alles andere bedeutet das frühe Aus – wahrscheinlich auch für Trainer Louis van Gaal. Wem meine Sympathien gelten, ist ja bekannt. Allerdings gibt es diesmal etwas mehr zum Gegner der Bayern zu sagen: Juventus Turin ist neben Inter Mailand der einzige italienische Club, dem ich etwas abgewinnen kann, hauptsächlich, weil Brazzo Hasan Salihamidžić dort (leider viel zu selten) spielt. Doch macht der Verein dank seiner Fans derzeit mit anderen denn fußballerischen Leistungen von sich reden. Für Turins Fans gehört es mittlerweile zum guten Ton, rassistisch gegen Inter Mailands Spieler Mario Balotelli zu hetzen. Zum ersten Mal geschah dies bereits im April, auch wenn man sich das abgeguckt hatte bei den faschistischen Ultras von AS Rom. Selbst als Inter gar nicht der Gegner war, bot ein Spiel gegen Girondins Bordeaux den Turinern Gelegenheit, ihren rassistischen Haß auf Balotelli mitzuteilen. Gleiches ereignete sich beim Spiel gegen Udinese Calcio. So war es dann kaum überraschend, daß die Geschichte auch beim neuerlichen Aufeinandertreffen von Inter und Juventus ihre Fortsetzung fand. Dem rassistischen Mob sind die Geldstrafen gegen „ihren“ Verein selbstredend genauso gleichgültig wie die Aufrufe der Vereinsvertreter, die rassistischen Gesänge einzustellen. Wer nun meint, die Turiner Ultras wären ein ärgerlicher Ausnahmefall, der irrt gründlich. Zur Serie A gehört der Rassismus leider so sehr dazu wie der süße Senf zur Weißwurst: Nicht notwendig, doch in aller Regel eben schon.

Schönheit II

ribrob

3:0, 5:1.
to be continued.

St. Pauli gegen Bullen

3000 Anhänger des FC St. Pauli protestierten gegen Einsatz in der Fankneipe Jolly Roger