Die Lage in Kolumbien heute

Menschenrechtsaktivisten in Medellín, in Barrancabermeja oder Córdoba geben an, dass diese Städte faktisch von den Paramilitärs kontrolliert werden. War die ganze Demobilisierung der Paramilitärs ein Betrug?

Ja, denn es gab keinen Friedensprozess, sondern lediglich eine Umetikettierung. Es ist zu Demobilisierungen gekommen, aber sicherlich nicht aller Verbände und erst recht nicht der gesamten Führungsebene. Dass es auf internationaler Ebene keine Proteste gab, ist kaum zu verstehen.

Interview mit Gustavo Gallón Giraldo


2 Antworten auf “Die Lage in Kolumbien heute”


  1. 1 Nestor 19. Juli 2011 um 0:13 Uhr

    Das Problem in Kolumbien und ganz Lateinamerika ist doch das folgende:
    WEM GEHÖRT DAS LAND?
    Die Bauern haben keinen Rechtstitel auf das Land, auf dem sie leben und das sie bestellen.
    Kommt wer und will dort eine Plantage eröffnen, so können die bisherigen Bewohner sich schleichen.
    Bogotá hat mehr Bewohner wie Österreich – zu einem guten Teil Vertriebene aus den von Bürgerkrieg geschüttelten oder von ausländischen Gesellschaften beanspruchten Gegenden.
    Die Regierung(en) Kolumbiens verteilen Konzessionen für Plantagen und streifen dafür Geld ein. Derzeit ist der Osten am Rande der Pazifikküste Vertreibungsgebiet, für Ölpalmen-Plantagen.Verschifft wird das Zeug dann über den Hafen von Buenaventura.

    So Interviews wie mit dem Typen sind schön und gut, berühren aber das Grundproblem von Staaten wie Kolumbien nicht.

  2. 2 crull 21. Juli 2011 um 19:16 Uhr

    Das interview steht im Zusammenhang mit einem auf diesem blog diskutierten Thema, das es sehr wohl berührt. Weiteres läßt sich ja anfügen, was du ja gemacht hast.

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