Lachnummer

Ein Freund der Kritischen Theorie blamiert sich, das geprüfte Argument kommentiert das.


6 Antworten auf “Lachnummer”


  1. 1 l 16. November 2009 um 18:05 Uhr

    mal von fascho zu fascho: was meinste zu wolf? http://www.dieterwolf.net/pdf/DialWidWertformhegelei.pdf

    der scheint mir da einiges zu treffen.

    Wer dem mit der Äquivalentform gegebenen falschen Schein verhaftet bleibt, kommt auch zu der falschen Vorstellung, zwischen dem Gebrauchswert und dem Wert bestünde so etwas wie eine Identitätsbeziehung.

    na, fetisch.

    Die Theoretiker unterstellen insgeheim, Marx konstruiere eine konkrete »Identität«, in der einerseits der Unterschied der Seiten anerkannt und andererseits deren Einheit als Identität behauptet wird. Diese Identität erhält hierdurch die Struktur der »Identität von Identität und Nicht-Identität«: Zunächst begreift man den Tauschwert als etwas, das dem Gebrauchswert gegenübersteht und von ihm verschieden ist. Dann erklärt man den Wert zum über beide Seiten Übergreifenden und der beiden Seiten zugrunde liegenden Einheit. Der Gebrauchswert wird so zu einer Erscheinungsform des Werts herabgesetzt. Der Gebrauchswert soll hiermit nur das »Andere« des Werts sein und hierbei sich unter der Hand selbst in Wert verwandeln. Der Gebrauchswert ist dann nicht mehr nur die Erscheinungsform seines abstrakten Gegenteils, sondern auf mystische Weise dieses abstrakte Gegenteil selbst bzw. Wert.

  2. 2 crull 25. November 2009 um 9:56 Uhr

    Ich meine, daß der Wolf da durchaus was trifft.

    Und zum Vergleich mal einen sozialistischen Klassiker zum Thema:
    http://stalinwerke.de/band15/b15-066.html
    So ab Punkt 3 geht’s dann ums Wertgesetz:

    „Der Wert ist, wie auch das Wertgesetz, eine historische Kategorie, die mit der Existenz der Warenproduktion verbunden ist. Mit dem Verschwinden der Warenproduktion verschwinden auch der Wert mit seinen Formen und das Wertgesetz.“

  3. 3 crull 02. Dezember 2009 um 20:41 Uhr

    Und noch eins zum Wertgesetz:

    „Wir sind der Auffassung, dass die Geltung des Wertgesetzes einer sozialistischen Gesellschaft widerspricht und die Behauptung, das Wertgesetz gehöre wesentlich in die Ökonomie des Sozialismus, einen der wesentlichen Bausteine der revisionistischen Entartung in der ökonomischen Theorie und Praxis darstellt. Uns ist durchaus bewusst, dass wir wegen dieser Stellungnahme wieder einmal Gefahr laufen, als „ultralinks“, „voluntaristisch“, „sektiererisch“ und gleichzeitig auch noch als Anhänger des „administrativ-zentralistischen“ und damit „stalinistischen“ Sozialismusmodells bezeichnet bzw. beschimpft zu werden. Nun gut, das ist dann so. Wir sehen trotzdem nur in einer sozialistischen Planwirtschaft (und nicht in einer sozialistischen Marktwirtschaft) eine Zukunft für die Menschheit.“
    http://www.offen-siv.com/2007/07-03_Wertform.shtml

    Falls sich wer wundert, daß ich sowas lese: Das ist mein derzeitiger spleen.

  4. 4 crull 02. Dezember 2009 um 20:52 Uhr

    Wer nachlesen möchte, wie und weshalb l und ich Vorstreiter für den Faschismus geworden sind, bitte:
    http://geprueftesargument.blogsport.de/2009/10/29/die-kritische-theorie-und-ihre-glaeubigen-adepten/#comment-11605

  5. 5 Neoprene 02. Dezember 2009 um 23:13 Uhr

    Lieber crull, bei offen-siv bist du ja richtig voll drin!! Da habe ich einen meiner Lieblings-Hardcore-Stalinisten im Freundeskreis wieder gefunden, den mittlerweile steinalten Kurt Gossweiler http://www.kurt-gossweiler.de/ Aber wo die Genossen Recht haben („Wir sehen trotzdem nur in einer sozialistischen Planwirtschaft (und nicht in einer sozialistischen Marktwirtschaft) eine Zukunft für die Menschheit“ da haben sie eben Recht.

  6. 6 crull 03. Dezember 2009 um 18:39 Uhr

    Werter Neoprene, den Kurt Gossweiler kenne ich ja nun auch schon etwas länger, nämlich seit ich das Buch las, in dem die politischen Schriften von Peter Hacks sowie der Briefwechsel Hacks/Gossweiler gesammelt sind. Kürzlich habe ich dann auch Gossweilers homepage in die Linkliste aufgenommen. Ein fähiger Historiker ist er meines Erachtens in jedem Fall, ob man nun Stalins Politik befürwortet oder nicht. Du siehst das ja anscheinend genauso.
    Daß er auch bei offen-siv schreibt, ist natürlich nicht überraschend, wobei ich die Zeitschrift bis auf einige wenige Artikel nur dem Ruf nach kenne. Sie scheint mir jedenfalls dienlich, tiefer einzusteigen in die Thematik Sowjetunion/Bolschewismus/Stalinismus.
    Und ganz klar haben sie recht, wenn sie sagen:
    „Wir sehen trotzdem nur in einer sozialistischen Planwirtschaft (und nicht in einer sozialistischen Marktwirtschaft) eine Zukunft für die Menschheit.“

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