Archiv für Juli 2009

Konkrete Links

Konkret Kongreß ’93

Wolfgang Pohrt – Keiner mag sie (Text, vollständig)
Vortrag von Theo Ebel (Text, gekürzt)
Vortrag von Karl Held (Text, gekürzt)
Video eins
Video zwei
download für beide Videos

…to be continued…

Ernst Bloch – Eben jetzt

Wann kommen wir denn an uns selber näher heraus? Kommt
man im Bett zu sich oder reisend oder zu Hause, wo uns man-
ches wieder besser scheint? Jeder kennt doch das Gefühl, in sei-
nem bewußten Leben etwas vergessen zu haben, das nicht
mitkam und klar wurde. Deshalb erscheint auch oft so bedeu-
tend, was man eben jetzt sagen wollte und einem entfallen ist.
Und verläßt man ein Zimmer, in dem man länger gewohnt
hat, so sieht man sich sonderbar um, bevor man geht. Auch
hier blieb noch etwas zurück, auf das man nicht kam. Man
nimmt es ebenso mit und fängt woanders damit an.

Aus: Ernst Bloch: Spuren. Suhrkamp. Frankfurt am Main. 1969.

100 Jahre Sozialismus

Meinten die deutschen Revisionisten, mit dem Sozialismus habe es noch gute Weile, so erklärten die Austromarxisten umgekehrt: der Sozialismus ist schon da!
Nach dem Ende des zweiten Weltkriegs schrieb Karl Renner: „Der Sozialismus ist in die Periode der Verwirklichung eingetreten, er steht hart vor dem Ziele! Überall greifen die Arbeiter nach dem Staate, an vielen Stellen haben sie ihn ergriffen, an manchen ihn zu handhaben gelernt . . . Wenn schon nicht Alleinherrschaft so Teilnahme an der Herrschaft durch den Staat, verwalten, mitverwalten und nie wieder abseits stehen!“ Und: „Die ganze Daseinsweise des Arbeiters ist heute . . . zu drei Vierteilen schon sozialisiert . . .“ (Die neue Welt und der Sozialismus. Einsichten und Ausblicke des lebenden Marxismus, Salzburg 1946, S. 15, 36.)

Zitiert nach: Werner Hofmann: Ideengeschichte der sozialen Bewegung des 19. und 20. Jahrhunderts. Walter de Gruyter & Co. Berlin/New York. 1974.

Freiburg 3.0

Kürzlich flanierten Rottweiler und ich durch Freiburgs Straßen und Gassen, auf der Suche nach einem Geschäft, das Lady Gagas Pokerface als Schallplatte vorrätig haben würde, als wir in einem baulich bedingten Engpaß unsere Schritte verlangsamen mußten, da ein schlurfendes Studentenpärchen, ausreichend beschrieben mit klein, aber breit, meinte, sich als kaum bewegtes Hindernis verhalten zu müssen. So wurden wir ungewollt Zeugen ihres Gespräches, Inhalt Abendplanung. Er sagte also, zeitlupenartig sich dahinschleppend: „Laß uns Wodka trinken!“ Darauf entgegnete sie übergeschnappt glucksend, als habe er etwas vorgeschlagen, das wirklich richtig krass sei: „Nee, ich muß morgen früh raus, da kann ich’s mir nicht so geben!“ Ein Blick in Rottweilers Gesicht reichte, um anhand seines dreckigen Grinsens wortgenau seine Gedanken bestimmen zu können. Er ist einfach eine Sau.

Neue Musik

Tocotronic sind wieder raus aus dem Studio:
„Mit großer Freude können wir euch bekanntgeben, dass die Aufnahmen zu unserem neuen Album abgeschlossen sind. Ebenso abgeschlossen ist somit auch unsere Berlin-Trilogie, die 2005 mit „Pure Vernunft darf niemals siegen“ ihren Anfang nahm und 2007 mit „Kapitulation“ fortgesetzt wurde.“

Mutter ebenfalls:
„Juni 2009: Zusammen mit Produzent Tobias Levin (Electric Avenue Studios) hat die Band in Hamburg Stücke für das neue Album eingespielt. Ein geeignetes Label wurde bisher noch nicht gefunden. Das Album soll Ende 2009 erscheinen.“

Quelle ist die jeweilige Bandhomepage.