Zum Putsch in Honduras

junge welt über den Putsch in Honduras.


14 Antworten auf “Zum Putsch in Honduras”


  1. 1 Hosenstrumpf 30. Juni 2009 um 8:47 Uhr

    So was ist zu banal für die sensiblen Antisemitismusforscher von Blogsport. Dass es da zu einem Rollback kommen könnte in der gesamten Region wird ja Leute wie waiting und das ganze kaputte Folk freuen, Chavez und seine Schergen sind ja eh nur alles Antisemiten. Befindlichkeiten austauschen ist halt wichtiger.

    Für die meisten Menschen wird das aber eine Katastrophe werden, Denn, auch wenns „linke“ Nationalisten sind: für einen nicht kleinen Teil der Bevölkerung haben die erste mal positiven Effekt. Kann sich da ein Putsch halten und ausdehnen, dann ist nicht ausgeschlossen, dass die rechten Kräfte in der Region (Venezuela, Nicaragua, El Salvador oder Bolivien) an Kraft gewinnen und die Entwicklung rückgängig machen wollen. Was das heissen kann, wiessen wir ja aus 50 Jahren Diktaturen in Süd- und Mittelamerika.

  2. 2 crull 30. Juni 2009 um 13:26 Uhr
  3. 3 crull 30. Juni 2009 um 15:48 Uhr
  4. 4 mal ne frage 30. Juni 2009 um 16:09 Uhr

    was ich überhaupt nicht weiß: inwieweit wurde denn auch schon in der vergangenheit empörung von den usa und europa geheuchelt, wenn es um den sturz linker ging? na, müssen sie wohl …

  5. 5 crull 30. Juni 2009 um 21:45 Uhr

    @ Hosenstrumpf: Wenn du von „rechten Kräfte in der Region“ sprichst, meinst du doch wohl gerade nicht „Venezuela, Nicaragua, El Salvador oder Bolivien“, nehme ich an? Ansonsten d‘accord.

    @ mal ne frage: Kann ich leider nicht beantworten. Gab’s aber bestimmt schon…

  6. 6 crull 01. Juli 2009 um 19:57 Uhr

    Neuer Artikel:
    http://www.jungewelt.de/2009/07-01/041.php

    Zur Rolle der USA:
    „Zwar verurteilte Außenministerin Hillary Clinton den Staatsstreich und forderte die Wiederherstellung der demokratischen Ordnung in Honduras. Zugleich kündigte sie aber an, daß Washington nicht daran denke, die Wirtschaftshilfe für Honduras – also für die Putschisten – einzustellen, obwohl viele dieser Unterstützungsprogramme den Respekt demokratischer Normen zur Voraussetzung erklären.“

    Eine deutsche Reaktion:
    „Für Empörung sorgte unterdessen ein Bericht, den die FDP-nahe Friedrich-Naumann-Stiftung auf ihrer Homepage veröffentlichte. Unter der Überschrift »Zelaya – mehr Täter als Opfer« wird dort behauptet, die »trotzig-provokanten Reaktionen« Zelayas auf die Sabotage der für den vergangenen Sonntag geplanten Volksbefragung habe »dem Kongreß letztendlich keine andere Wahl (gelassen), sollte eine Rückkehr zu Rechtsstaat und zu Verfassungsmäßigkeit in Honduras garantiert werden«.“

  7. 7 huhu 02. Juli 2009 um 0:52 Uhr

    vorbildlich ist auch, wie die mainstreammedien glücklich auf lügen anspringen und diese weitertragen:

    Zelaya war am Sonntag von Militär gestürzt worden. Seinen Gegnern in Parlament, Justiz und Armee missfielen die Pläne des immer weiter nach links gerückten Präsidenten, über eine Verfassungsänderung eine Wiederwahl anzustreben. (orf)

    als würde das zeitlich hinhauen … naja, da wird jetzt eben das bild des diktatorischen führers gezeichnet – wollte nur unbegrenzt auf ewig herrschen. den musste man stürzen, damit’s irgendwann wieder demokratie gibt!

  8. 8 crull 02. Juli 2009 um 11:51 Uhr

    http://www.jungewelt.de/2009/07-02/029.php

    „Nach langer Diskussion einigten sich die 34 Außenminister und Botschafter der OAS bei einer außerordentlichen Generalversammlung in Washington auf eine Erklärung, in der die »verfassungswidrige Aufhebung der demokratischen Ordnung« durch das honduranische Militär verurteilt und die sofortige, bedingungslose Wiedereinsetzung Manuel Zelayas in sein Amt als verfassungsmäßiger Präsident des Landes gefordert wird. OAS-Generalsekretär José Miguel Insulza wurde beauftragt, alle diplomatischen Schritte zu unternehmen, um die Demokratie in Honduras und die Wiedereinsetzung Zelayas in sein Amt durchzusetzen, ansonsten werde die honduranische Mitgliedschaft mit sofortiger Wirkung eingefroren. Das würde Honduras von Krediten der Interamerikanischen Entwicklungsbank und anderer multilateraler Finanzinstitutionen ausschließen.“

    „Der honduranische Generalstaatsanwalt Luis Alberto Rubí kündigte für den Fall von Zelayas Rückkehr dessen umgehende Festnahme an, unter anderem wegen »Vaterlandsverrats« und »Machtmißbrauchs«. Die Proteste gegen den Putsch in Honduras gehen ungeachtet einer Ausgangssperre weiter. Zehntausende Menschen forderten in Tegucigalpa und anderen Städten die Wiederherstellung demokratischer Verhältnisse. Der Gewerkschafter Angel Alvarado, der Mitglied der Nationalen Widerstandsfront gegen die Putschisten ist, berichtete gegenüber dem venezolanischen Sender YVKE Mundial von Demonstrationen und Straßenblockaden in 23 Orten im ganzen Land. So seien allein in San Pedro Sula, der zweitwichtigsten Stadt des Landes, 10000 Menschen auf die Straße gegangen und Opfer brutaler Unterdrückung durch Soldaten und Polizisten geworden.“

  9. 9 Hosenstrumpf 02. Juli 2009 um 16:52 Uhr

    Ich meine die entsprechenden Kräfte IN den jeweiligen Staaten, die nur darauf warten einen eigenen Putsch zu machen. So wie in Venezuela mehrfach versucht. In Bolivien war die Gefahr ja auch gegeben. Setzt sich da wer durch (zB in Honduras), stärkt das auch die anderen.

    In Nicaragua warten die alten Freunde der Contras nur darauf Sandinisten wieder abschlachten zu können. So eine Entwicklung kann ganz böse enden. We‘ll see.

  10. 10 crull 03. Juli 2009 um 12:17 Uhr

    http://www.jungewelt.de/2009/07-03/001.php

    Mal gucken, wie die für Morgen geplante Rückkehr Zelayas ablaufen wird, falls sie denn überhaupt stattfindet.

    @ Hosenstrumpf: Ok. Beispielhaft wird die weitere Entwicklung tatsächlich in jedem Fall sein, wird sich doch zeigen, welche Durchsetzungskraft die bolivarische Allianz nun hat.

  11. 11 crull 04. Juli 2009 um 19:32 Uhr

    Gleich drei Artikel über Honduras in der heutigen jw:

    „Demokratie verteidigen
    Honduras: Rechtmäßiger Präsident Zelaya ruft Bevölkerung zu weiterem Widerstand gegen Militärputsch auf. Rückkehr nach Tegucigalpa für das Wochenende angekündigt
    Von André Scheer“
    http://www.jungewelt.de/2009/07-04/030.php

    „Neoliberale Putschunterstützung
    Die deutsche Friedrich-Naumann-Stiftung hilft bei Destabilisierung zentralamerikanischer Regierungen
    Von Ingo Niebel“
    http://www.jungewelt.de/2009/07-04/046.php

    „Putschisten, verpißt euch
    Staatsstreich in Honduras: Zehntausende Menschen verteidigen die Demokratie gegen das Militär und protestieren seit einer Woche für die Rückkehr des abgesetzten Präsidenten Manuel Zelaya
    Von André Scheer“
    http://www.jungewelt.de/2009/07-04/069.php

  12. 12 crull 07. Juli 2009 um 21:08 Uhr

    Gestern hatte ich keine Zeit, die Linkliste zu aktualisieren.

    „Dramatische Stunden
    Armee in Honduras vereitelt Rückkehr Zelayas: Hunderttausende zum Empfang am Flughafen. Militär feuert in die Menge und droht mit Abschuß der Präsidentenmaschine
    Von André Scheer“
    http://www.jungewelt.de/2009/07-07/023.php

    »Wenn wir einen Fallschirm hätten, würde ich aus diesem Flugzeug abspringen«
    http://www.jungewelt.de/2009/07-07/024.php

    „Reaktionen: Widerstandsfront protestiert weiter“
    http://www.jungewelt.de/2009/07-07/025.php

  13. 13 Cisco 29. Juli 2009 um 12:20 Uhr

    Analyse des GegenStandpunkt-Verlags in Radio Lora München: Ganz viel Demokratie für ein Armenhaus Lateinamerikas

  14. 14 crull 29. Juli 2009 um 16:32 Uhr

    Gracias!

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