Archiv für April 2008

Einführendes zur materialistischen Dialektik

hihihi

Das Schlimmste ist immer noch Inzest

Gestern wurde ein außergewöhnlicher Fall von Vergewaltigung und privater Inhaftierung bekannt. Keine Zeitung, kein Fernsehbericht verzichtet darauf, zu betonen, daß es sich um Inzest handelt. Oft wird ergänzt, es sei ein besonders schwerer Inzestfall. Wäre es also menschenfreundlicher und im Grunde fast nachvollziehbar gewesen, hätte Josef F. eine wildfremde Frau von der Straße entführt, 24 Jahre lang in seinen Keller gesperrt und vergewaltigt?

Selbstkritik, demokratische

Vor wenigen Tagen gab Nicolas Sarkozy in einem Fernsehinterview zu, nicht alles richtig gemacht zu haben. „Zweifellos habe ich Fehler gemacht“, sagte er. Er äußerte Verständnis für den Unmut des französischen Volkes. Falsch seien allerdings nicht seine Reformen, seine politischen Aktionen gewesen, er habe vielmehr seine Politik dem Volk nicht richtig vermitteln können. Das ist ein Paradebeispiel für den Typus des reuigen Politikers: Gescheitert ist nahezu nie die Politik, die ist immer goldrichtig, nur bei der Vermittlung hapert’s gerne mal. Da ist dem Volk dann auch via Meinungsfreiheit gestattet, sich ein wenig aufzuregen und zu nörgeln. Allerdings liegt die eigentliche Fehlleistung beim Volk selbst, das einfach nicht kapieren will, daß ein von ihm gewählter Staatslenker schon weiß, was gut für die Leute ist. Leider sind die halt so dämlich, das nicht einsehen zu wollen. Volk, bitte üben!

Nicolas Sarkozy

Das Gespräch Teil 1

Feliks Crull und Hektor Rottweiler trafen sich unlängst in einem Oldenburger Raucherclub, um für die Netzwelt ein Gespräch zu führen.

Crull: Hektor, schön, daß es endlich mal geklappt hat: Du, ich und ein Diktiergerät. Womit wollen wir anfangen?

Rottweiler: Mit einem Pils und dem Anzünden einer Zigarette, würde ich sagen. Was trinkst du?

Crull: Eine Orangensaftschorle, bitte.

Rottweiler: Adorno würde jetzt wohl etwas von Lustfeindlichkeit und Angst vor Kontrollverlust erzählen.

Crull: Soll er nur, das wäre mir auch egal. Aber wo wir schon beim Thema sind: Hast du was parat zu seinen „Nachfolgern“?

Rottweiler: Klar, da reicht mir ein Satz. Das Postantideutschtum ist eine flippige Mixtur aus NPD und FDP. Mehr Worte brauche ich nicht, um diese Erscheinung adäquat zu beschreiben. Außerdem machst du das doch sowieso andauernd. Die Energie möcht‘ ich haben! Aber eher für was anderes, natürlich.

Crull: Naja, das ist schon ein wenig zwanghaft, meine Beschäftigung mit diesen Leuten. Oder besser gesagt fühle ich mich genötigt, die Scheiße, die sie verteilen, wegzuwischen. Das ist allerdings auch der einzige Putzzwang, den es in meinem Leben gibt.

Rottweiler: Man sieht’s dir an!

Crull: Jetzt wirst du deinem Ruf als boshafter Beleidiger gerecht. Da paßt auch dein Name. Adorno hat den ja als Pseudonym genutzt, als er Unsinn über Jazz schrieb.

Rottweiler: Stimmt tatsächlich, meine Eltern gaben mir wirklich einen Namen, den der Adorno „erfunden“ hatte. So wurde ich von Kindesbeinen an zur Kritik gedrängt. Ich halte mich aber für wesentlich vernünftiger, schließlich bin ich kein Philosoph wie dieser Psychologe.

Crull: Aber daß dein Name dich so gut beschreibt, das ist doch auch ein Witz.

Rottweiler: Soll ich jetzt lachen? Rottweiler sind jedenfalls mitunter sehr liebe Menschen, egal was so geredet wird.

Crull: Was hältst du eigentlich von der Linkspartei?

Rottweiler: „Wer hat uns verraten?“ Nein, das ist mir jetzt doch zu dramatisch. Keine Ahnung, was soll man zu einem Verein mit Lafo an der Spitze schon groß sagen? Am lustigsten ist da noch dieser BAK Shalom. Aber auch nur, weil die Bahamiten sich mit denen um die richtige Freundschaft zu Israel streiten. Ansonsten wird sich die Geschichte bald erledigt haben, es gab in Deutschland ja schon öfters Abspaltungen von der SPD und am Ende kam man doch wieder zusammen.

Crull: Und die kommunistischen Parteien?

Rottweiler: Brauche ich nicht, ich brauche eine Waffe, wenn schon.

Fortsetzung folgt.

Faschismus ist völlig verkehrt

MPunkt hat seine Zusammenfassung der am arab-Seminar zur Faschismusanalyse gehaltenen Vorträge als pdf-Datei online gestellt.