Aids als Opium

Es ist nun schon ein Weilchen her, als Dimitrij Grieb in der österreichischen Zeitung Zur Zeit den Veranstalter des Life Ball Gery Keszler als „Berufsschwuchtel“ beschimpfte und die „Homoletten-Opfer-Lüge“ erfand (- ein Schelm, wer da an Auschwitzlüge dachte). Der Grieb deckte damals tapfer auf, wie unverhältnismäßig das ganze Tamtam um Aids in Wahrheit ist. Schließlich seien ja „nicht einmal 0,5 Prozent der Weltbevölkerung“ mit HIV infiziert, zudem handele es sich in der Mehrzahl um Homos, Junkies und dumme Nutten, die ohne Kondom ihr Geld verdienen. Folgerichtig schlug der Grieb daher vor, sich nun den wirklich wichtigen Katastrophen unserer Zeit zuzuwenden, als da wären: Alkoholismus, „Entfremdung vom Leben in der Natur“ und selbstverständlich noch die „selbstbewußten Kopftuchträgerinnen“, die, Wolfgang Pohrt hatte früher darauf hingewiesen, mit ihrer „Brut“ den Ariern die Spielplätze wegnehmen. Feurig rief der Grieb also dazu auf, sich nicht mehr von den „Schwuletten“ und ihrem blöden Aids ablenken zu lassen.
Der Artikel hatte ein juristisches Nachspiel, Keszler klagte gegen die Bezeichnung als „Berufsschwuchtel“ und verlor. Ein Sieg für die Meinungsfreiheit, ein Sieg für Österreich!

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