B wie B-Movie

Kommunisten, die von der Filmkunst nichts halten, dürfen diesen Eintrag überspringen. Denn sie interessiert die Unterscheidung in A- und B-Movies so wenig wie das Kino allgemein. Die aufgeschlosseneren Kommunisten werden sich nun fragen, welcher der beiden Gruppen der Vorzug zu geben sei. Keiner! Denn Filme spiegeln erst einmal die Realität wider, so daß jeder Film gleiche Beachtung verdient. Doch wäre die Unterscheidung sinnlos, gäbe es keine Unterschiede. Aber es gibt sie und die Unterschiede rechtfertigen somit die Unterscheidung. (Kritische Kommunisten sollten an dieser Stelle Affirmation wittern.) B-Movies sind nicht gleichermaßen abhängig von Erfolg, ihre Entstehungskosten sind nämlich geringer und daraus ergibt für sie sich ein weiteres Themenspektrum und eine breitere Palette an künstlerischen Möglichkeiten. Somit spiegeln B-Movies die Realität also besser wider als schnöde A-Movies! Potzblitz! Aber A-Movies sind ja nun auch Teil der Realität, die sie schlechter widerspiegeln. Da kommt Verwirrung auf, die dieses Lexikon gerade vertreiben will. Aber so ist das nun mal. Es ist nicht alles so einfach, wie ihr denkfaulen Kommunisten das gerne hättet. Widersprüche müssen ausgehalten werden, Ende der Diskussion. Ihr Deppen.

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