Archiv für Januar 2007

C wie communismus

Der communismus ist eine lustige Sache, denn seine Freunde verzichten ganz und gar auf die doch sehr vernünftige Großschreibung. Das nenne ich wahrhaft revolutionär; nieder mit der Unterdrückung durch Rechtschreibregeln! Lustig, beziehungweise verkehrt ist noch so einiges anderes. communisten freuen sich beispielsweise über den „weltmarkt“, weil der ja möglicherweise „gegen nation“ wirkt. Auch „staatsabbau und eigenverantwortung“ sind begrüßenswert (und ja sowieso allerorten existent), denn sie können ganz leicht in „selbstverwaltung und selbstbestimmung“ transformiert werden. Schön muß die Welt der communisten sein! In meiner häßlichen, gemeinen Welt sieht das ganz anders aus. Hier beharrt der Staat mit aller Brutalität auf sein Gewaltmonopol und baut sich einfach nicht ab. Die deutsche Nation zeigt sich gänzlich unbeeindruckt vom Weltmarkt und läßt die immer zwangsweise und aber meist begeistert ihr Zugehörigen eigenverantwortlich jenseits des gesellschaftlichen Reichtums ihr Elend selbst verwalten, das heißt erleiden.
Das bedeutet für uns Kommunist_Innen: Wir bleiben kommunistisch und überlassen das kleine c ganz großzügig den Leuten, die sich für eine „theorie des fortschritts“ begeistern können, als fühlten sie sich hängengeblieben in einer überholten Epoche der Geschichte.
Nie wieder Histomat, für die Lesbarkeit von Texten!

Schnauzbartträger Top Ten

Die virtuelle Sammelstelle alles Wissens, Wikipedia, weiß zu berichten, daß „der Schnurrbart zurzeit langsam wieder in Mode kommt“. Doch was heißt hier „langsam wieder“? Offenbar irrt die freie Enyklopädie an dieser Stelle. Zum Beweis betrachte man die folgende Liste schöner Schnurrbärtiger: (mehr…)

Elsässer vs. Jungle World

Die Vertazung der Jungle World resultiert aus einer Verschmelzung poststrukturalistischer und beute-adornitischer Strömungen in Redaktion und Autorenschaft. Beide sind sich einig darin, dass es keine Wahrheit gibt, sondern nur Political Correctness, keine Revolution, sondern nur Raveolution. Statt Diskussion gibt es Disko. Schreiben darf, wer entweder den postmodernen Jargon oder die universitäre Einschüchterungsprosa beherrscht, das Design bestimmt das Bewusstsein. Metadiskurse wie über Antiimperialismus und Israel-Solidarität ziehen die Bluffer und Blender an, die Fernfuchtler und WG-Strategen, die nichts untersucht haben, aber mitreden wollen.

Von hier.

Final Call

Jessica Martin wird entführt. Und dann ihr Sohn. Und dann ihr Mann. Von wem? Von korrupten Bullen. Wer rettet die Armen? Ein Telefon, ein junger Mann und ein gesetzestreuer Bulle. Na herrlich.
Den Film kann man sich trotzdem ganz gut anschauen. Denn aufregend ist er trotz der langweiligen Staatsmoral, die er vermittelt, durchaus.

final call

Ingeborg Schnabel

Ingeborg Schnabel is da hardest shit. Pop trifft Politics! Dadaistischer Elektrosound! Blumen!

Anhören auf Ingeborg Schnabels garantiert offizieller Seite bei myspace.com.